Endzone - A World Apart – Auf in ein atomares Banished?

  • Endzone - A World Apart – Auf in ein atomares Banished?



    Hallöchen zusammen,


    Der neueste Titel aus dem Hause Gentlymad Studios, veröffentlichtim Early Access von Assemble Entertainment und WhisperGames, ist in aller Munde und auch hier in der Gameling Community bereits verbreitet: Endzone – A World Apart. Gentlymad Studios sind bekannt für Spiele wie Pizza Connection 3 oder In Between. Nun wagt sich die Spieleschmiede einem gänzlich neuem Genre und zeigen dabei deutlich und offen ihre Inspirationsquelle: Banished und auch etwas Fallout.


    Nun konnte ich mir schon erste Eindrücke durch Livestreams, Videos und spielen aneignen. Wohlgemerkt muss man sagen, es handelt sich noch um eine Ealry Access und Funktionen sowie Balancing wird stets weiter daran gebastelt. Nun möchte ich hiermit aber auch mal eine kleine Diskussion, Meinungsrunde hier anstarten.

    Ich finde, die Inspirationsquelle Banished ist mehr als deutlich in Endzone – A World Apart zu erkennen. Grundlegend erst einmal nichts Schlimmes. Doch, macht ein Szenenwechsel in ein Postapokalyptisches Setting so viel weg, dass es ein grundlegend neues Spiel sein kann? Denn bei genauerer Betrachtung fällt schnell auf, dass so ziemlich das vollständige Grundgerüst von Banished übernommen wurde und ein wenig überarbeitet, eventuell mit einigen Funktionen mehr bestückt wurden ist. Das Spielprinzip beider Spiele finde ich von der Idee her wirklich nicht schlecht. Eine solche Aufbausimulation macht durchaus Spaß. Nur was ich sehe, ist im derzeitigen Punkt wie eine gefühlte 1 : 1 Kopie. Denn nicht nur die schönen Aspekte wurden übernommen, sondern auch jene, die der Entwickler hinter Banished nicht lösen konnte in seiner kurzen Entwicklungszeit. Zwar prahlt Endzone mit weiteren neuen Funktionen und Elementen, doch verfällt auch dieses Spiel meines Erachtens und viel zu schnell in einer Spirale des Aufbaus. Bevölkerung erweitern, mehr Platz und Anbaufläche schaffen, neue, aber bekannte Probleme wieder lösen, Bevölkerung erweitern, um Probleme zu lösen, mehr Platz und Anbaufläche schaffen … Ich denke, es ist klar, woraufhin ich hinaus möchte. Natürlich, Endzone ist noch in Entwicklung, doch glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass vielfältige Bauten und Abwechslungen in der Welt noch hinzukommen werden. Und hier sehe ich den Wiederspiel- und Weiterspielwert wie auch in Banished wieder sehr gefährdet. Zu Beginn gibt es viel zu tun und viel zu händeln. Doch schon nach recht kurzer Zeit hat man sein Gerüst geschaffen und hantiert ab da an in einer Spule. Gentlymad Studios hat es bisher zumindest nicht geschafft, mehr zu schaffen, als sich um immer die gleichen Probleme später zu kümmern. Da überlegt man sich auch schon bald, ob es sich lohnt, den Spielstand noch weiterzuspielen, man ist ja eingerostet in diesem Strudel, oder ein neues anfängt, was auch nur so enden wird. Hier helfen vielleicht später einige Szenarien, die auch wirklich grundlegende Änderungen im Gameplay mit sich bringen (und nicht nur andere Aufgaben, andere Gegend).

    Katastrophen, Sandstürme, Dürren, alles nette Kleinigkeiten, doch sind die eher so nebenbei gebaut und wirken sich zu kurz aus. Hierfür bräuchte es eine komplette Überarbeitung des Balancing, doch finde ich Dürren, die schnell auftreten, Seen sofort austrocken und nach der Dürre auch sofort wieder Wasser aufweisen, auch ganz ohne Regen, eher schwach umgesetzt. Es wirkt für mich nur wie Features, die man für eine kleine Abwechslung erbaute, um wie einen Winter in Banished zu haben. Ich muss sagen, ich habe noch nicht alles im Spiel gesehen, doch sind das alles Punkte, die einen etwas traurigen Beigeschmack mit sich ziehen. Hätte man sich wirklich so sehr von Banished inspirieren lassen sollen oder nicht? Warum starten überhaupt die Siedlungen völlig leer, wie haben die bisher ge- und überlebt? Warum gibt es nur vereinzelte Elemente einer hier scheinbar ehemaligen Stadt? Hätte man nicht Settings in einer Großstadt als Map oder auf dem Lande schaffen können – wäre ja Abwechslung gewesen? Ich hoffe, es kommt so halbwegs rüber, was ich vermitteln möchte. Ich möchte das Spiel nicht schlecht reden, denn ist ein schönes Spiel und auch schön, ein moderneres Banished wiederzuhaben. Doch ändert ein Setting das meines Erachtens grundlegende Problem dieser Spiele?



    Also Frage ich einfach mal, wie empfindet Ihr es? Stimmt Ihr zu oder gebe ich nur sülze von mir, haltlose Bedenken? :)


    Mit freundlichen Grüßen

    Romerus

  • Ich hatte mir Endzone in der offenen Beta für 20 EUR geholt und muss sagen, dass es sich dafür gelohnt hat, parallelen zu Banished sind eher so naja da.


    Aktuell scheinen die Entwickler jedoch einiges zu tun und fast wöchentlich kommen Updates, welche der Stabilität und weiteren Funktionen dienen. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es so weiter geht mit dem Spiel und hoffe, dass dieser Entwickler es etwas besser macht. Aber ja, eine große Vielfalt fehlt aktuell noch, daher hoffe ich, dass weitere Gebäude und Objekte folgen.


    Bei Banished fand ich schade, dass der Entwickler es "fallen gelassen" hat und sagte, die Community könne es ja über den Workshop erweitern.

    „Wer glaubt, er könne mich töten, der soll es ruhig versuchen.
    Man weiß, wo ich zu finden bin. Und wenn jemand Frieden will, bin ich jederzeit bereit, zuzuhören.“

    Al Capone